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PV-Anlagen in Eigenregie abgelehnt

Unsere Meinung !!

Grundschule Bergtheim ohne Photovoltaik-Anlage der Gemeinde

                                                                                                     07.03.2012

Gemeindliche Photovoltaikanlagen durch CSU abgelehnt !

Unser Antrag, auf den gut geeigneten Dächer gemeindlicher Gebäude eine PV-Anlagen durch die Gemeinde in Eigenregie selbst zu betreiben, wurde in der Sitzung am 05.03.2012  durch die CSU-Fraktion mit einer Stimme Mehrheit abgelehnt.

Wie kam es zu unserem Antrag: Nachdem die Bürgerenergie Pleichach-Kürnach e.G. (BüE) bei der Sitzung am 31.10.2011 ihr Konzept vorgestellt hatte und Interesse zeigt, gemeindliche Dachflächen für PV-Anlagen anzumieten, brachte unser Vorsitzender, Robert Kremling, den Einwand, die PV-Anlagen als gemeindliche Anlagen selbst zu betreiben. Dies sei viel lukrativer als die Vermietung. Nach mehreren Anfragen unsererseits wurden dann am 19.12.2011 aussagekräftige Berechnungen zu Gunsten einer Selbstvermarktung durch die Gemeinde sowohl vom Bürgermeister Schlier als auch von Robert Kremling vorgelegt. Auf Grund wahrscheinlich günstiger werdender PV-Module wurde festgelegt, Angebote für einen gemeindeeigenen Betrieb einzuholen.

Nachdem offensichtlich weder der Bürgermeister noch die Verwaltung aktiv wurden, stellten wir am 10.01.2012 unseren Antrag. Statt jetzt zu Gunsten der Gemeinde schnell zu handeln bat die Verwaltungsgemeinschaft schriftlich die Kommunalaufsicht um Prüfung unseres Antrages hinsichtlich der:

a)     Aufgabenübernahme (geringer Personalstand)?

b)    Finanzierbarkeit und haushaltsrechtlicher Auswirkungen?

c)     ob Regie- oder Eigenbetrieb oder die Vermietung der Dächer vorteilhafter wäre?

d)    welche Beschlüsse gefasst werden müssten?

Die 6-seitige Antwort des LRA v. 24.02.2012 besagen kurz gefasst  zu:

a)     eine Aufgabenübernahme beim derzeitigen Personalstand ist kaum durchführbar  (aber dennoch! Anm. von uns);

b)    eine Kreditermächtigung wird großzügig beurteilt, weil sich die Anlage refinanziert und durch einer Wirtschaftlichkeitsberechnung prognostisch (alleine) trägt;

c)     hier ist insbesondere der zusätzliche Verwaltungsaufwand

im Verhältnis zum möglichen Ertrag abzuwägen;

d)    wurden bereits zur jeweiligen Betriebsform nach Buchst. c behandelt.

In einer kontrovers geführten Diskussion wies Robert Kremling auf die mangelnde Bereitschaft und den fehlenden Willen sowohl des Bürgermeisters Schlier als auch der Verwaltung für einen gemeindlichen Regiebetrieb hin. Er erklärte nochmal die klar ersichtlichen wirtschaftlichen Vorteile der Selbstvermarktung durch die gesetzlich gesicherte Einspeisevergütung über 20 Jahre. Bei einem Annuitätendarlehen ist der Kredit, je nach Schnelle der Installation, in zwölf bis 14 Jahren getilgt und der geringe dauerhafte Verwaltungsaufwand ist in einem nicht nennenswerten Verhältnis zum vollen Ertrag der Anlagen.

Der bisher bezuschusste Eigenverbrauch an Strom rechnete sich auch und in der Schule Bergtheim werden die nach den neuen Richtlinien vorgegebenen 15 % an Eigenverbrauch auch erreicht.

Die spärliche Jahresmiete von 16 bis 18 € je kWp, die von der BüE genannt wurden, werden bei einer gemeindlich betriebenen Anlage um bis das 3-fache überschritten. Bei den Dächern der Schule in Bergtheim mit ca. 50 kWp hätte dies, abzüglich aller Verwaltungskosten, einen Mehrgewinn von ca. 30.000 € und mehr gegenüber dem Mietzins bis zum Ende der 20 Jahre. Und die Anlagen sind dann im Eigentum der Gemeinde, was nicht nur eine weitere Einspeisung ermöglicht, aber zumindest einen nicht geringen Materialwert darstellt.

Den oft vorgebrachten „hohen Verwaltungsaufwand“ widerlegen wir damit, weil uns der relativ geringe Aufwand bekannt ist.

Die Kredite solcher Anlagen schlagen sich im gemeindlichen Haushaltsplan zunächst nur optisch nieder, da sie sich, wie oben unter b) beschrieben, durch die Einspeisevergütung selbst tragen. Zum Vertragsende erzielen die Anlagen aber einen höheren Gewinn erzielen.

Und dies gibt uns zu denken:

Wie vor der Abstimmung vom Bürgermeister Schlier geäußert wurde, hätte die BüE für die Schulgebäude in Bergtheim und Opferbaum bereits eine Netzverträglichkeits-prüfung eingeholt und auch schon eine Firma an der Hand, die bis 30. März 2012 die Anlagen installieren könne und somit noch in den Genuss der bis dato geltenden Einspeisevergütung kommt.
Herr Schlier ist im Aufsichtsrat der BüE.

Ein Schelm, der dabei Schlechtes denkt.

Robert Kremling, Vorsitzender

 

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